Telrad
Schon fast genau so, als ob man mit dem Finger auf
ein Objekt in der Sternkarte zeigt. Man stellt die Zielkreise des Telrad
auf die entsprechende Position zwischen den Sternen, und schon ist das
Objekt im Okular. Beim Blick durch den Telrad ist der Himmel praktisch
nicht begrenzt und völlig unverändert, ohne Vergrößerung oder Verdrehung.
Das Finden ist ziemlich einfach, sowie man Karten ohne allzustarke
Winkelverzerrungen benutzt, und die Größe der Zielkreise im Kartenmaßstab
kennt. Bei vielen Objekten ist es wirklich nur eine Frage von Sekunden, bis
sie zielsicher im Okular sind. Der Telrad hat seine Grenzen, wenn in der
Nähe des gesuchten Objektes kein Stern eindeutig visuell sichtbar ist.
Speziell in feuchten Nächten und in Horizontnähe kann es schwierig werden,
wobei sich die Frage stellt, ob das Beobachten des gesuchten Objektes unter
solchen Umständen noch Sinn oder gar Freude machen soll. Ich benutze in
solchen Fällen das Fernrohr als Sucher. Z.B kann man mit dem 40mm
Widefield in einem 20” f/4 gut 1,3° Gesichtsfeld erzielen, damit hat man
z.B. M57 und einen der beiden hellen Sterne im Okular. 10 mm
Austrittspupille kann niemand nutzen, aber was spricht gegen einen 12”
Sucher. Der Telrad-Finder wird ohne Batterien und mit einer Basis
geliefert. Gewicht komplett 0,30 kg, Maße LxBxH 210x45x120 mm.
Montage
Die Befestigung der Basis am Teleskop erfolgt entweder mit Schrauben,
oder durch die Klebestreifen an der Unterseite der Basis, und zusätzlich
durch Umwicklen mit ver-stärktem Klebeband. Die Basis paßt mit ihrer
V-förmigen Unterseite praktisch überall, vom Tubus mit 80 mm Durchmesser
bis zu ebenen Flächen.
Zubehör
- Extra Basis - für das Zweit-Teleskop
- Taukappe DeLuxe - besteht aus 3mm starkem Plexiglas und wird einfach
auf-gesteckt, ein durchsichtiger Klappdeckel schützt während der
Zenitbeobachtung.
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