Leica BN
Das Nachfolgemodell der bekannten Leica Trinovid BA
ist die Variante BN. Die neue Variante zeichnet sich gegenüber dem BA durch
einen verbesserten Nahbereich aus, d.h. Objekte können in kürzerer Distanz
noch scharf gestellt werden. Außerdem bewirbt Leica eine verbesserte noch
härtere Vergütung der Objektive.
Schnittbild eines Leica-Fernglases (größeres Bild 38 KB) |
Leica Ferngläser bieten
ein außergewöhnlich scharfes und kontrastreiches, strahlend helles Bild.
Gleichzeitig sind die Gläser extrem kompakt, leicht, druckwasserdicht und
robust. Der angenehme Einblick und die durchdachte, komfortable Handhabung
runden den durchwegs positiven Eindruck ab.
Die überragende optische Leistung macht die kompakten, "kleinen"
Ferngläser von Leica auch für die Astronomie sehr interessant. Bildschärfe
und Kontrast sind wohl nicht weit vom theoretischen Limit entfernt. Sehr
schön zeigte sich z.B. Komet DeVico im 10x50, mit rund 4° Schweif.
Natürlich auch Komet Hyakutake, der meiner Meinung nach in "kleinen"
Ferngläsern am schönsten war. |
Normalerweise erwartet man von kompakten
Dachkantgläsern zumindest einen leichten Abstrich in der Bildqualität. Zu
meiner Überraschung kann beim Leica nicht die Rede davon sein, eher das
Gegenteil ist der Fall. Leica Ferngläser bieten eine schon fast
übernatürliche Schärfe. Und das fast bis zum äußersten Rand des sehr großen
Gesichtsfeldes. Streulicht, Reflektionen, Farbsäume? Kein Thema!
Wenn man z.B. in einer klaren Nacht den Vollmond ganz knapp außerhalb
des Gesichtsfeldes stellt, ist das Bild sofort dunkel und absolut frei von
Streulicht. Probieren Sie mal mit Ihrem Fernglas aus, wie weit der Mond aus
dem Bild sein muß, bis keine Reflektionen sichtbar sind.
Beim Leica kann der Mond umnittelbar neben dem Bildfeld sein. Neben der
optischen Perfektion und der modernen Vergütung sorgen genauestens
plazierte Blenden für maximalen Kontrast. Beim Blick auf das Okular fällt
sofort auf, wie sich die helle Austrittspupille scharf gegen das völlig
schwarze Umfeld des Okulars abzeichnet.
| Die Spitzenleistung der
Leica-Ferngläser zeigt sich unter allen Beobachtungsbedingungen. Das müssen
Sie selbst erleben: Wie plastisch sich ein Motiv zum Greifen nah heranholen
läßt. Wie deutlich feinste Strukturen und Farbnuancen differenziert werden.
Wie klar selbst lichtschwache Details noch erkennbar sind, weil die hohe
Abbildungsleistung und der gesteigerte Kontrast für eine phantastische
Brillianz sorgen.
Die Außenflächen der Objektiv- und Okularlinsen
weisen eine abriebfeste Hartvergütung auf. Alle innenliegenden
Glas-Luftflächen haben eine auf die Maximalempfindlichkeit des Auges
abgestimmte Antireflex-Mehrfachvergütung. |
Leica 8x32 (größeres Bild 19 KB) |
Eine aufwendige Konstruktion mit 4-linsigem
Objektiv und 4-linsigem Okular legt den Grundstein für die
Abbildungsleistung. Hinzu kommen hochwertige optische Gläser und die
sprichwörtliche Leica-Präzision.
Die Abweichung der Dachkantprismen vom rechten Winkel ist weniger als
1/100.000 der Seitenlänge. Die Prismen haben einen phasenkorrigierenden
Belag, der die Phasenverschiebung des Lichtes kompensiert. Dies alles
bringt ein bestechend scharfes, brilliantes Bild.
Die Austrittspupillen der Okulare wurden mit hohem optischen Aufwand so
weit nach außen verlegt, daß auch Brillenträger das volle Sehfeld
haben.
Leica 7x42 (größeres Bild 15 KB) |
Die von Leica
entwickelten Schiebeaugenmuscheln lassen sich spielend einfach für das
Beobachten mit oder ohne Brille anpassen. Der Brillenträger schiebt sie mit
einem Fingerdruck ein, und schon kann das Brillenglas unmittelbar ans
Okular heranrücken. In herausgezogenem Zustand rasten die Augenmuscheln ein
und geben festen Halt.
Am Multifunktions-Mitteltrieb erfolgen Scharfeinstellung und
Dioptrienausgleich. Der Dioptrienausgleich kann eingerastet und so vor
versehentlichem Verstellen gesichert werden. |
Das Scharfstellen erfolgt mit weniger als einer
Umdrehung vom Horizont bis zur Naheinstellung, die je nach Modell nur 3,25m
bis 6,3 m beträgt. Dies ist besonders für die Naturbeobachtung am Tage
vorteilhaft.
Der Fernglasinnenraum ist dank einer speziellen Dichtungstechnik und
einer Stickstoff-Füllung gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und Staub
geschützt. Die LEICA Ferngläser sind 100 Prozent wasserdampfgeschützt und
bis zu einer Tiefe von 5 m absolut druckwasserdicht.
Durch die echte Innenfokussierung bewegen sich keine äußeren Objektiv-
oder Okularteile, beim Scharfstellen werden weder Luft noch Staub oder
Feuchtigkeit angesaugt. Damit bleibt der Durchblick bei LEICA Ferngläsern
unter allen Klimabedingungen - von der Sandwüste bis zum tropischen
Regenwald - dauerhaft klar. Durch das solide Ganzmetallgehäuse aus
Aluminium-Druckguß und die strapazierfähige Armierung aus
schockabsorbierendem Polyurethan sind die neuen LEICA Ferngläser auch bei
rauhem Einsatz hart im Nehmen.
| Die sprichwörtliche Leica
Präzision bei der Justierung garantiert eine exakte Übereinstimmung der
optischen Systeme und absolute Parallelität der optischen Achsen der beiden
Fernglasrohre. Auch bei längerer Beobachtung werden die Augen nicht
belastet, weil beide Teilbilder ohne Vergrößerungsdifferenzen vollkommen
ineinander verschmelzen. Das zukunftsweisende, zeitlos schöne Design
besticht durch seine perfekte Ergonomie und sorgt für eine leichte,
unkomplizierte Handhabung. Kompromißloses Qualitätsdenken steht für höchste
Stabilität, lange Lebensdauer und Werterhaltung - die Basis für die
30jährige Garantie der LEICA Ferngläser "Made in Germany". |
Leica 8x50 (größeres Bild 18 KB)
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Feldstechertest Leica 10x42 BA
von Günter D. Roth, in Sterne und Weltraum, Heft 11/1991
" ... Die Steigerung der Brillianz fällt in der
Tat selbst ungeübten Beobachtern bei Tagbeobachtung sofort auf. Diesen
Eindruck bestätigen Vergleichsbeobachtungen mit einem älteren
Trinovid-Fernglas oder dem größeren 15x60-Zeiss-Fernglas. Einzelheiten sind
mit dem Leica-Fernglas besser erkennbar, auch bei ungünstigen
Beleuchtungsverhältnissen. ... "
" ... Im Gegensatz zu vielen anderen Feldstechern hat der Brillenträger
keinen Sehfeldverlust." ...
" ... Die schwächsten, gerade noch erkennbaren Sterne waren ... Stern 14
der NPS (10.56 mag) ... "
" ... Auch bei der Beobachtung von Nebeln und Sternhaufen war es
erstaunlich, was die kleine Optik zu zeigen imstande ist. Besonders
prächtig war der große Andromedanebel (M31) zu sehen, die Offenen
Sterhaufen h und c im Perseues und der große Orionnebel, M42. Hier findet
man den Doppelstern 41 Q2 und das berühmte "Trapez" im Orionnebel, ein
Vierfachsystem, dessen Komponenten D und B (Distanz 19") getrennt
erscheinen. ..."
" ... Die Handlichkeit des Leica-Feldstechers erleichtert die
Beobachtung ohne Verwendung eines Statives. ..."
" ... Der Leica-Feldstecher 10x42 BA ist sicher nicht gerade billig,
aber jedenfalls seinen Preis wert. Mir gefallen an ihm vor allem die
brilliante Sicht und der hohe Bedienungskomfort. Und für den Brillenträger
ist das volle Sehfeld eine ganz besonders feine Sache ..." |
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