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Bedenken Sie, daß ein Fernglas aus 2 Objektiven, 2 Okularen und 2 Satz Prismen besteht, und dazu noch eine stabile Mechanik braucht. Dann sollte das Ganze noch dauerhaft auf übereinstimmende Bilder justiert sein, was stark zur Vermeidung von Kopfschmerzen beiträgt. Durch relativ große Produktionsmengen und einen größeren konstruktiven Spielraum (durch die feste Einbeziehung des Okulars) sind Ferngläser normalerweise billiger als Teleskope. Teurer muß nicht immer besser sein, ein bestimmtes Qualitätsniveau setzt allerdings auch einen gewissen Bauaufwand und die damit verbundenen Kosten voraus.
Wer ein billiges Fernglas sucht, sollte zumindest keine kompakte Bauweise oder besonders große Gesichtsfelder erwarten. Alles außer der "einfachen" Porro-Bauweise führt zu Mehrkosten oder Minderleistung. Auf keinen Fall Zoom-Gläser oder billige Geradesicht-(Dachkant)-Gläser. Kompakte Gehäuse erfordern kurzbrennweitige Objektive, die auch für namhafte Hersteller eine Herausforderung sind. Mit zunehmender Öffnung und zunehmender Vergrößerungen nehmen Farb- und Bildfehler expotentiell zu, ich würde im Billigbereich nicht auf große Öffnungen und auch nicht unter 6 mm Austrittspupille gehen. Vor dem Kauf testen; lassen Sie nachts eine Straßenlaterne vom Bildzentrum zum Rand wandern, Sie werden es kaum glauben, wozu manches Fernglas fähig ist.
Wer sein erstes Bino kauft, sollte beachten, daß Vergrößerungen über 7 oder 8 mal nur bedingt wackelfrei gehalten werden können und Ferngläser jenseits eines 10x50 eigentlich auf ein Stativ gehören.
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