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Eines der Glanzlichter am herbstlichen und winterlichen Himmel sind die Plejaden oder im Volksmund auch Siebengestirn genannt. Diese Sterngruppe gehört zu einem sehr jungen Sternhaufen, der in Wirklichkeit rund 250 Sterne beinhaltet. Weil die Plejaden nur 410 Lichtjahre entfernt sind, erscheint uns der Haufen recht locker und ausgedehnt. In einem Feld von vier Vollmonddurchmessern kann man Mitglieder von diesem Sternhaufen finden. Um die hellsten Sterne kann man Reflexionsnebel erkennen. Da der Sternhaufen nur 20 Mio. Jahre alt ist, wurde vermutet, daß man hier noch Reste der interstellaren Wolke sehen kann aus dem der Sternhaufen entstanden ist. Diese Vermutung trifft jedoch nicht zu. Die Plejadensterne haben ungewöhnlich kurze Rotationszeiten. Die Gas- und Staubmassen sind wahrscheinlich durch die schnelle Rotation der Sterne abgesprengt worden. Der hellste dieser Reflexionsnebel ist der Meropenebel und wurde 1859 von Ernst Tempel entdeckt.
Für die Beobachtung mit Fernglas oder Teleskop sollte man sich eine Optik mit großem (ca. 2 Grad) Gesichtfeld aussuchen. Ansonsten verliert der Sternhaufen sehr viel von seinem Eindruck. Ideal sind Ferngläser und Teleskope bis 4 Zoll Öffnung. Interessant zu beobachten sind natürlich die bekannten Reflexionsnebel. Da diese Gasmassen im gesamten Wellenlängenspektrum zu sehen sind, nützt es auch nichts, wenn man einen Nebelfilter benutzt. Darin unterscheiden sie sich grundsätzlich von Emissionsnebeln. Das einzige, was in solchen Fällen hilft, ist ein guter Himmel. Dann allerdings kann man schon in einem 7x50 den hellsten Nebel, den Meropenebel, sehen. Richtig auffällig werden die Nebelschlieren in einem 20x100 Miyauchi bei 2.5 Grad Gesichtsfeld. Bedeutend schwieriger sind dagegen die Nebelmassen um Alcyone, Maia, Electra und Taygeta. Wer diese Nebel sehen möchte, braucht einen außerordentlich guten Himmel und eine sehr gute Optik.
Karl Thurner
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