Helixnebel NGC 7293
Aufnahme: 63 kB, Detlef Hartmann, Berlin
Aufsuchkarte: 186 kB
Der größte planetarische Nebel steht
für uns tief am Südhimmel im Sternbild Wassermann bei einer
Deklination von -21 Grad. Sein scheinbarer Durchmesser (12x16 Bogenminuten)
ist halb so groß wie der des Vollmondes. Obwohl seine Entfernung
recht unsicher ist (ca. 400 Lichtjahre), dürfte er dennoch der
nächste und einer der jüngsten planetarischen Nebel sein. Die
Anregungsenergie bezieht der Nebel von dem 50.000 Grad heißen
Zentralstern. Manchmal wird der Helixnebel auch Sonnenblumennebel genannt
und diese Bezeichnung ist viel einsichtiger.
Visuelle Beobachtung
Wenn man sich nur die Helligkeitsangabe von 6.5 mag
ansieht, könnte man meinen, ein sehr leichtes Objekt vor sich zu
haben. Leider verteilt sich die Helligkeit über eine sehr große
Fläche wodurch die Flächenhelligkeit drastisch sinkt. Des
weiteren wird die Beobachtung stark durch die geringe Horizonthöhe
beeinträchtigt. Und nicht zuletzt weil viele Amateure auch mit dem
falschen Equipment auf die Suche gehen, hat der Helixnebel den Ruf, nur
sehr schwer oder gar nicht beobachtbar zu sein. Als erstes sollte man ein
Fernglas (egal welcher Vergrößerung) mit großer
Austrittspupille versuchen. In Nächten guter Transparenz ist der
Helixnebel z.B. in einem 7x50 problemlos zu sehen. Sehr hilfreich sind in
diesem Zusammenhang auch Ferngläser, bei denen sich Nebelfilter
ansetzen lassen (z.B. Fujinon). Wer den Helixnebel einmal im Zenit durch
ein Myiauchi 20x100 beobachten durfte, wird sich fragen, wie man bei diesem
Objekt überhaupt Schwierigkeiten beim Beobachten haben kann.
Fotografie
Die geringe Flächenhelligkeit des Helixnebels
macht ihn zu einem anspruchsvollen Objekt für die Astrofotografie. Man
kann sich das Leben bedeutend erleichtern, wenn man sich ähnlich wie
im visuellen Bereich auf kurze Brennweiten (unter 500 mm) beschränkt.
Dort läßt sich in der Regel recht einfach ein Rotfilter zur
Kontraststeigerung vor das Objektiv setzen. Ein Großteil der
sichtbaren Strahlung des Helixnebels wird nämlich im H-alpha-Bereich
abgegeben. Leider ist kaum ein handelsüblicher Schwarz-Weiß-Film
bei dieser Spektrallinie empfindlich genug. Eine sehr gute Wahl in diesem
Zusammenhang ist nach wie vor der TP 2415 (gehypert) von Kodak. Bei
längeren Brennweiten scheidet aus konstruktiven Gründen oft die
Rotfiltermethode aus und der geringere Kontrast muß durch entprechend
guten Himmel ausgeglichen werden.
Karl Thurner
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