Katzenaugennebel NGC6543
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In der Literatur wird dieser Planetarische Nebel
auch Cat's Eye Nebula (Katzenaugennebel) genannt. Der Name hat seinen
Ursprung in der ovalen Form der Gasschalen, die wie ein grünliches
Katzenauge leuchten. Da sich der Nebel nicht weit weg vom Pol der Ekliptik
befindet, nennt sich das Objekt verschiedentlich auch Ecliptic Pole Nebula.
Dem Amateurastronom Huggins gelang im Jahre 1864 mit Hilfe der
Spektroskopie der Nachweis, daß NGC 6543 aus gasförmiger Materie
besteht und nicht etwa aus weit entfernten Sternen. Es war dies im
übrigen der erste Nachweis dieser Art überhaupt. Die
Sternexplosion, die diesen Nebel geschaffen hat, muß vor rund 1000
Jahren stattgefunden haben. Aus der seltsamen Form der Gasschalen
läßt sich außerdem ableiten, daß der Zentralstern
eigentlich ein Doppelsternsystem sein muß. Die Entfernung des Nebels
wird mit rund 3000 Lichtjahren angegeben.
Visuelle Beobachtung
Wie die meisten Planetarischen Nebel ist auch NGC 6543
nicht sehr groß. Die inneren hellen Schalen haben eine Ausdehnung von
etwa 23x17 Bogensekunden. Um diese Schalen existiert aber noch ein
ausgedehntes Halo von über 4 Bogenminuten. In einem Fernglas oder
einem kleinen Fernrohr erscheint der Planetarische Nebel wie ein Stern der
8 Größe. Die Schwierigkeit besteht hier darin, den Nebel von den
anderen Sternen zu unterscheiden. Wegen der außergewöhnlich
hohen Flächenhelligkeit des Nebels kann man schon mit einem
4-Zöller eine zartgrünliche Farbe erkennen. Der Zentralstern hat
eine Helligkeit von 11 mag. Wegen des hellen Hintergrundes ist es aber sehr
schwer den Zentralstern zu sehen. Dafür sind schon 8-10 Zoll
notwendig. Ab dieser Öffnung ist bei guten Bedingungen auch der
schwache Halo sichtbar. Mit 18 Zoll-Geräten kann man nahe des Zentrums
noch eine leichte Abdunklung erkennen. Es ist dies der gleiche Effekt wie
er z.B. beim berühmten Ringnebel zu sehen ist. Mit großen
Geräten ist im westlichen Teil vom Halo auch noch eine Verdichtung
erkennbar. Diese wurde früher für eine Galaxie gehalten und
trägt die Bezeichnung IC 4677, es handelt sich aber um einen Knoten im
Halo. Sowohl die Einzelheiten im hellen Nebel als auch den Halo sieht man
am besten ohne Nebelfilter! Mit zunehmender Öffnung beschreiben
verschiedene Beobachter den Nebel auch bläulich leuchtend. An dieser
Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, daß gerade das Farbsehen von
Beobachter zu Beobachter sehr stark variieren kann.
Fotografie
Wegen der geringen Ausdehung sind sehr lange
Brennweiten notwendig. Unter 1000mm macht die Fotografie eigentlich keinen
Sinn. Dafür hat der Planetarische Nebel eine sehr hohe
Flächenhelligkeit und ist damit für die CCD-Fotografie geradezu
prädestiniert. Selbst mit kleinen CCD-Chips von 200x200 Pixeln kann
man den Katzenaugennebel bildmäßig komplett erfassen. Durch die
hohe Flächenhelligkeit des Nebels und die Empfindlichkeit des
CCD-Chips liegen die Belichtungszeiten oft nur bei wenigen Sekunden.
Dadurch kann man sich in den meisten Fällen die aufwendige
Überwachung der Nachführung und das lästige Drumherum sparen
(kein Leitfernrohr, Off-Axis-Guider, Nachführokular, Steuerbox
ect.).
Karl Thurner
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