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Emissionsnebel NGC 281

NGC 281 Aufnahme: 82 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: NGC 281 Aufsuchkarte: 391kB

Ähnlich wie der Orionnebel besteht NGC 281 aus einem offenen Sternhaufen und einem umgebenden Gasnebel. Da NGC 281 allerdings rund sechsmal weiter entfernt ist (ca. 10.000 Lichtjahre), sieht man auch entsprechend weniger Einzelheiten. Der anregende Sternhaufen IC 1590 beinhaltet rund 45 Mitglieder. HD 5005 ist der hellste davon und mit der Spektralklasse O5.5 auch der wichtigste Energielieferant für den Nebel. Gleichzeitig ist HD 5005 ein Mehrfachsystem und wird gerne mit dem Trapez aus dem Orionnebel verglichen. Infrarotaufnahmen von NGC 281 zeigten, daß in den Globulen die Sternentstehung heftig im Gange ist. Entdeckt wurde der Nebel vor rund 100 Jahren von dem bekannten Beobachter E.E. Barnard. Im englischen Sprachraum wird NGC 281 gerne "Pac Man" Nebel genannt.

Visuelle Beobachtung

Um es gleich vorweg zu sagen, NGC 281 ist ein Paradeobjekt für den Einsatz eines Nebelfilters. Damit ist der Nebel sogar mit kleinen Optiken einfach zu sehen, während man selbst mit Teleskopen über 8" Öffnung ohne Nebelfilter Schwierigkeiten hat. Im Prinzip reicht ein lichtstarkes Fernglas unter einem klaren und transparenten Himmel aus. Leider gestatten nur die wenigsten Ferngläser die Verwendung von Nebelfiltern. Eine Ausnahme bilden da die Fujinon-Ferngläser der FMT-SX Reihe. In einem 7x50 erkennt man so NGC 281 als rundlichen Nebel wie ein Halo um den Stern HD 5005. Die Ausdehnung des Nebels beträgt 20x15 Bogenminuten. Selbst mit kleineren Optiken lassen sich einige Komponenten des zentralen Mehrfachsystems beobachten. Der hellste Stern davon ist der schon erwähnte Stern HD 5005 mit 8.2 mag. Ein Begleiter mit 9 mag steht ca. 9 Bogensekunden südlich davon, ein weiterer rund 4 Bogensekunden südöstlich. Schwieriger werden dann schon die beiden letzten Komponenten mit 1.5 und 16 Bogensekunden Abstand sowie Helligkeiten von 10 und 12 mag. Wer sich mit Teleskopen an NGC 281 heranwagt, sollte zunächst auf ein großes Gesichtsfeld achten, möglichst größer als 1 Grad. Dann bleibt um NGC 281 noch genügend Raum übrig und man kann den Nebel leichter erfassen. Ab 6 Zoll Öffnung lohnt es sich, nach der keilförmigen Einbuchtung in NGC 281 zu fahnden, die von Südwesten her in den Nebel läuft. Die südliche Begrenzung des Nebels ist abrupt, während er nach Norden hin diffus ausläuft. Wer noch mehr Öffnung zur Verfügung hat, sollte statt dem UHC- besser den OIII-Filter verwenden. Dieser Filter bringt noch etwas mehr Kontrast und läßt die keilförmige Dunkelwolke deutlicher hervortreten. Daneben zeigen sich dann auch weitere Dunkelstrukturen im Nebel.

Fotografie

Die Helligkeit des Nebels im H-alpha-Licht ist groß. Deshalb läßt sich NGC 281 auch problemlos mit rotempfindlichen Filmen ablichten, unabhängig davon ob es sich um Schwarz-Weiß- oder um Farbfilme handelt. Selbst auf nicht nachgeführten Aufnahmen mit 45s Belichtungszeit habe ich NGC 281 schon identifiziert. Damit NGC 281 allerdings mehr als nur ein ovaler Fleck wird, sollte man schon Brennweiten bis 300mm verwenden. Die rotempfindlichen CCD-Detektoren sind natürlich genauso gut geeignet, oft reicht aber nicht das Gesichtsfeld aus, um NGC 281 komplett auf den Chip zu bekommen.

Karl Thurner


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