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Spiralgalaxie NGC2403

NGC 2403Aufnahme: 91 kB, Stefan Funk und Karl Thurner

Aufsuchkarte NGC 2403Aufsuchkarte: 129 kB

Im Sternbild Giraffe (Camelopardalis) findet man in einem relativ sternarmen Gebiet die Spiralgalaxie NGC 2403. Diese Galaxie gehört wahrscheinlich zu der Galaxiengruppe um M81/M82, die 14 Grad nordwestlich davon liegt. Da die Spiralgalaxie nur rund 8 Mio. Lichtjahre entfernt ist, konnte man in dieser Galaxie auch Cepheiden nachweisen. Sie war die erste Galaxie außerhalb der Lokalen Gruppe, bei der das gelungen ist. Von der Größe und der Struktur ist diese Galaxie mit unserem Begleiter M33 vergleichbar. Der Durchmesser beträgt etwa 37.000 Lichtjahre, die Masse umfaßt rund 4 Milliarden Sonnenmassen.

Visuelle Beobachtung

Die Galaxie NGC 2403 ist ein nur selten beobachtetes Objekt bei den Amateuren. Das liegt weniger an der Schwierigkeit das Objekt überhaupt zu beobachten, als vielmehr an der Tatsache, daß die Galaxie "weit ab vom Schuß" liegt. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 8.8 mag muß sie sich nicht hinter M 81 (6.9 mag) und M 82 (8.4 mag) verstecken. Wir sehen die Galaxie nahezu von oben (face-on) und haben einen ungehinderten Blick auf die Spiralarme. Das macht das Beobachten dieser Galaxie auch so interessant. Da die Galaxie in einem relativ sternarmen Gebiet liegt, gestaltet sich das Finden mit 7-facher Vergrößerung mühsam. Mit einem 10x70 oder sogar einem 16x70 ausgestattet ist die 16x10 Bogenminuten große Spiralgalaxie hingegen einfach zu sehen. Mit 4 bis 6 Zoll Öffung sieht man die Galaxie problemlos, jedoch ohne Struktur als ovalen Nebelfleck. Ab 8 Zoll Öffnung zeigt sich ein leicht hellerer Kern und einige schwache Sterne vor der Galaxienscheibe. Wer die Spiralarme sehen will, muß zu noch größeren Öffnung greifen. Der 12-Zöller offenbart einen Ansatz von Spiralarmen, die sich dann über 180 Grad verfolgen lassen. Bei noch größeren Öffnungen zeigen sich Arme und die dazwischenliegenden dunklen Gebiete immer deutlicher. Wer mehr als 10 Zoll Öffnung hat, sollte am nördlichen Ende der Galaxie nach einem Gasknoten (NGC 2404) suchen.

Fotografie

Fotografisch stellt dieses Objekt höhere Anforderungen an den Amateur. Wenn es darum geht, die Galaxie nicht nur als diffusen Fleck abzubilden, muß man Brennweiten jenseits der 500mm einsetzen. Erst dann zeigen sich die Spiralarme differenziert auf dem Film. Wie in so vielen Fällen, ist auch hier ein hochkontrastiger Film mit gutem Schwarzschildexponent erforderlich. Farbfilme scheiden hier praktisch aus. Also ist der Amateur gut beraten, wenn er auf die bewährte Variante TP 2415 hypersensibilisiert zurückgreift.

Karl Thurner


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