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Planetarischer Nebel M 97 (Eulennebel)

M97 Aufnahme: 15 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: M97 Aufsuchkarte: 749kB

Nur rund 2 Grad von dem hellen Stern beta Ursa Majoris befindet sich einer der wenigen Planetarischen Nebel aus Messiers Katalog. Die Entdeckung von M 97 (NGC 3587) geht auf P. Méchain aus dem Jahre 1781 zurück. Noch im gleichen Jahr konnte Messier die Entdeckung bestätigen und M 97 in seinen Katalog aufnehmen. Seinen Namen verdankt der Nebel allerdings Lord Rosse, der mit seinem großen Teleskop 1848 die beiden Dunkelhöhlen wahrnehmen konnte und sie mit dem Gesicht einer Eule verglichen hat. Das Aussehen kommt wohl dadurch zustande, daß der Nebel die Form einer dicken Tonne hat, die man fast von der Seite sieht. Die Dunkelhöhlen entsprechen dann den Öffnungen der Tonne. Für die Entfernung gibt es ziemlich widersprüchliche Angaben zwischen 1.400 bis 12.000 Lichtjahren. Das Alter dürfte aber rund 6000 Jahre betragen.

Visuelle Beobachtung

Sicherlich zählt M 97 nicht zu den einfachen Messierobjekten. Wie immer macht es sich bezahlt, unter einem möglichst guten Himmel zu beobachten. Jedoch sollte man sich nicht von der fotografischen Helligkeit von rund 12 mag abschrecken lassen. Die visuelle Helligkeit ist wesentlich höher und liegt bei 9.9mag. Dieser Lichstrom verteilt sich allerdings auch auf eine ziemlich große Fläche, der Durchmesser beträgt immerhin 170 Bogensekunden. Die Flächenhelligkeit ist also eher gering. Geübte Bebachter können sich auch mit dem Fernglas an M 97 wagen. Ein 10x50 sollte in Kombination mit einem guten Landhimmel ausreichend sein. Für kleinere Teleskope ist M 97 sicherlich eine Herausforderung. Unter einem mittelprächtigen Himmel gewinnt der Eulennebel erst ab 8 Zoll Öffnung soviel an Struktur, daß man die Dunkelhöhlen erahnen kann. Generell einfach wird es jedoch auch mit wesentlich größeren Teleskopen nicht. Der Kontrast zwischen den dunklen und helleren Nebelteilen ist recht gering. Der Einsatz eines Nebelfilters bringt bei M 97 nur einen kleinen Zugewinn an Kontrast.

Fotografie

Mit den heutigen modernen Filmemulsionen ist selbst mit Brennweiten unter 200mm der Eulennebel klar als flächiges Objekt zu identifizieren. Für die Dunkelhöhlen sollten es allerdings möglichst über 500mm Brennweite sein. Die geringe Flächenhelligkeit macht sich auch in der Fotografie bemerkbar und erfordert entsprechend längere Belichtungszeiten. Hier ist wieder der CCD-Chip eindeutig im Vorteil.

Karl Thurner


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