Planetarischer Nebel M 97 (Eulennebel)
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Nur rund 2 Grad von dem hellen Stern beta
Ursa Majoris befindet sich einer der wenigen Planetarischen Nebel aus
Messiers Katalog. Die Entdeckung von M 97 (NGC 3587) geht auf P.
Méchain aus dem Jahre 1781 zurück. Noch im gleichen Jahr konnte
Messier die Entdeckung bestätigen und M 97 in seinen Katalog
aufnehmen. Seinen Namen verdankt der Nebel allerdings Lord Rosse, der
mit seinem großen Teleskop 1848 die beiden Dunkelhöhlen wahrnehmen
konnte und sie mit dem Gesicht einer Eule verglichen hat. Das
Aussehen kommt wohl dadurch zustande, daß der Nebel die Form einer
dicken Tonne hat, die man fast von der Seite sieht. Die Dunkelhöhlen
entsprechen dann den Öffnungen der Tonne. Für die Entfernung gibt es
ziemlich widersprüchliche Angaben zwischen 1.400 bis 12.000
Lichtjahren. Das Alter dürfte aber rund 6000 Jahre betragen.
Visuelle Beobachtung
Sicherlich zählt M 97 nicht zu den einfachen
Messierobjekten. Wie immer macht es sich bezahlt, unter einem
möglichst guten Himmel zu beobachten. Jedoch sollte man sich nicht
von der fotografischen Helligkeit von rund 12 mag abschrecken lassen.
Die visuelle Helligkeit ist wesentlich höher und liegt bei 9.9mag.
Dieser Lichstrom verteilt sich allerdings auch auf eine ziemlich
große Fläche, der Durchmesser beträgt immerhin 170 Bogensekunden. Die
Flächenhelligkeit ist also eher gering. Geübte Bebachter können sich
auch mit dem Fernglas an M 97 wagen. Ein 10x50 sollte in Kombination
mit einem guten Landhimmel ausreichend sein. Für kleinere Teleskope
ist M 97 sicherlich eine Herausforderung. Unter einem
mittelprächtigen Himmel gewinnt der Eulennebel erst ab 8 Zoll Öffnung
soviel an Struktur, daß man die Dunkelhöhlen erahnen kann. Generell
einfach wird es jedoch auch mit wesentlich größeren Teleskopen nicht.
Der Kontrast zwischen den dunklen und helleren Nebelteilen ist recht
gering. Der Einsatz eines Nebelfilters bringt bei M 97 nur einen
kleinen Zugewinn an Kontrast.
Fotografie
Mit den heutigen modernen Filmemulsionen ist
selbst mit Brennweiten unter 200mm der Eulennebel klar als flächiges
Objekt zu identifizieren. Für die Dunkelhöhlen sollten es allerdings
möglichst über 500mm Brennweite sein. Die geringe Flächenhelligkeit
macht sich auch in der Fotografie bemerkbar und erfordert
entsprechend längere Belichtungszeiten. Hier ist wieder der CCD-Chip
eindeutig im Vorteil.
Karl Thurner
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