Spiralgalaxie M 83
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Übersichtskarte: 123 kB |
Die Entdeckung von M 83 (NGC 5236) geht zurück
auf Abbe Nicholas Louis de la Caille, der die Spiralgalaxie im Jahre 1751
oder 52 bei seiner Reise um das Kap der Guten Hoffnung gesehen hat. Erst 30
Jahre später konnte auch Messier die Galaxie sehen, mußte allerdings sein
ganzes Können aufbieten, um auch nur einen Hauch von der Spirale zu
erwischen. M 83 hat seine sehr hohe absolute Helligkeit und zählt hier zu
den Top 25. Die Entfernung dürfte bei 15 Millionen Lichtjahren liegen. Eine
Besonderheit ist die hohe Anzahl von Supernovae, die man inzwischen in M 83
entdeckt hat. Inzwischen sind es 5-6 an der Zahl.
Visuelle Beobachtung
Einer der härtesten Brocken im Messierkatalog für
Mitteleuropäer stellt die Spiralgalaxie M 83 dar. Zwar kann die Galaxie mit
einer Helligkeit von 7.6mag und rund 10 Bogenminuten Ausdehnung unter einem
klaren Südhimmel zu einem Prachtobjekt werden, von Europa aus gesehen
steigt M 83 jedoch nur wenige Grad über den Horizont. Die Deklination
beträgt fast -30 Grad. Eine gute Transparenz der Atmosphäre ist sehr
wichtig. So abschreckend das zunächst klingen mag, möchte ich dennoch
ermutigen, den Versuch zu wagen. Nur so lernt man seine Optik und sich
selbst in diesem speziellen Bereich besser einzuschätzen. Wenn man mit
einem Fernglas Erfolg hat, wird man M 83 als runde, schwach schimmernde
Scheibe erkennen. Vom Kern selbst ist nichts zu sehen. Es spielt hier gar
nicht mal so sehr die Größe des Fernglases eine Rolle, sondern vielmehr die
gute Durchsicht. In einem Teleskop dagegen wird man zuerst auf den kleinen,
helleren Kern aufmerksam werden und nur unter sehr guten Bedingungen wird
sich um den Kern ein schwaches, unsymmetrisches Halo andeuten. Wer seinen
Urlaub in südlicheren Gefilden plant, sollte sich unbedingt an M 83
erinnern und vor Ort noch einmal auf die Suche gehen und wenn es auch nur
mit einem kleinen Feldstecher ist. Am besten fertigt man gleich eine
Zeichnung an, sonst zweifelt man später an seiner Wahrnehmung.
Fotografie
Unter einem mitteleuropäischen Himmel lohnt es sich
kaum die Galaxie fotografisch ablichten zu wollen. Es geht einfach zuviel
Struktur im Horizontdunst verloren. Dagegen ist die Spiralgalaxie von der
Südhalbkugel selbst mit einem Tele bis 300mm Brennweite leicht in
Spiralarme aufzulösen.
Karl Thurner
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