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Spiralgalaxie M 83

M83 Aufnahme: 39 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Übersichtskarte: M83 Übersichtskarte: 123 kB

Die Entdeckung von M 83 (NGC 5236) geht zurück auf Abbe Nicholas Louis de la Caille, der die Spiralgalaxie im Jahre 1751 oder 52 bei seiner Reise um das Kap der Guten Hoffnung gesehen hat. Erst 30 Jahre später konnte auch Messier die Galaxie sehen, mußte allerdings sein ganzes Können aufbieten, um auch nur einen Hauch von der Spirale zu erwischen. M 83 hat seine sehr hohe absolute Helligkeit und zählt hier zu den Top 25. Die Entfernung dürfte bei 15 Millionen Lichtjahren liegen. Eine Besonderheit ist die hohe Anzahl von Supernovae, die man inzwischen in M 83 entdeckt hat. Inzwischen sind es 5-6 an der Zahl.

Visuelle Beobachtung

Einer der härtesten Brocken im Messierkatalog für Mitteleuropäer stellt die Spiralgalaxie M 83 dar. Zwar kann die Galaxie mit einer Helligkeit von 7.6mag und rund 10 Bogenminuten Ausdehnung unter einem klaren Südhimmel zu einem Prachtobjekt werden, von Europa aus gesehen steigt M 83 jedoch nur wenige Grad über den Horizont. Die Deklination beträgt fast -30 Grad. Eine gute Transparenz der Atmosphäre ist sehr wichtig. So abschreckend das zunächst klingen mag, möchte ich dennoch ermutigen, den Versuch zu wagen. Nur so lernt man seine Optik und sich selbst in diesem speziellen Bereich besser einzuschätzen. Wenn man mit einem Fernglas Erfolg hat, wird man M 83 als runde, schwach schimmernde Scheibe erkennen. Vom Kern selbst ist nichts zu sehen. Es spielt hier gar nicht mal so sehr die Größe des Fernglases eine Rolle, sondern vielmehr die gute Durchsicht. In einem Teleskop dagegen wird man zuerst auf den kleinen, helleren Kern aufmerksam werden und nur unter sehr guten Bedingungen wird sich um den Kern ein schwaches, unsymmetrisches Halo andeuten. Wer seinen Urlaub in südlicheren Gefilden plant, sollte sich unbedingt an M 83 erinnern und vor Ort noch einmal auf die Suche gehen und wenn es auch nur mit einem kleinen Feldstecher ist. Am besten fertigt man gleich eine Zeichnung an, sonst zweifelt man später an seiner Wahrnehmung.

Fotografie

Unter einem mitteleuropäischen Himmel lohnt es sich kaum die Galaxie fotografisch ablichten zu wollen. Es geht einfach zuviel Struktur im Horizontdunst verloren. Dagegen ist die Spiralgalaxie von der Südhalbkugel selbst mit einem Tele bis 300mm Brennweite leicht in Spiralarme aufzulösen.

Karl Thurner


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