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M 82

M 82Aufnahme: 66 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc

Aufsuchkarte M 82Aufsuchkarte: 56 kB

Die Galaxie M 82 wurde 1774 von Johann Bode gefunden und 1781 von Messier bestätigt. Auffällig an M 82 ist sein chaotisches Aussehen. Grund dafür könnte die durch Gravitationswechselwirkungen mit der Galaxie M 81 angeregte Sternentstehung in M 82 sein. Der Entstehungsprozess, einmal angeregt, setzt sich dann sehr rasch fort, und es kommt zu vielen Supernovaexplosionen. Bestätigt wird das durch die Infrarotrstrahlung, die von M 82 ausgeht. Die neu entstandenen Sterne heizen das sie umgebenede Gas auf.

Visuelle Beobachtung

M 82 ist das nördlichste Messierobjekt und mit parallaktischen Montierungen nicht ganz einfach einzustellen. Für Dobsons hingegen ist die hohe Deklination ein Vorteil. Mit einer Größe von 9x4 Bogenminuten ist M 82 nicht gerade groß zu bezeichnen. Aber sie besitzt immerhin eine visuelle Helligkeit von 8.8 mag. Das reicht aus, um sie bequem in einem 7x50 Binokular zu sehen. Auch die längliche Struktur läßt sich da schon erkennen. Das Bemerkenswerteste an M 82 sind aber die Dunkelbänder. Etwa in der Mitte teilt das auffälligste Band die Galaxie in zwei Hälften. Leider braucht man für diese Beobachtung schon ein größeres Teleskop. In einem 4-Zöller jedenfalls wird man kaum eine Chance haben, die Dunkelstruktur zu erkennen, obwohl die hohe Flächenhelligkeit die Galaxie gerade auch für kleinere Teleskope interessant macht. Ab sechs Zoll kann man das Staubband erkennen, für eine klare Wahrnehmung müssen es aber schon 8 Zoll Öffnung sein. Zu einem der schönsten Deep-Sky-Objekte wird die Galaxie erst ab 14 Zoll. Mit zunehmender Öffnung werden im Gegensatz zu vielen anderen Galaxien, immer feiner Strukuren sichtbar und ab 18 Zoll hat sich M 82 zu einem Objekt gemausert, das für uns viel interessanter zu beobachten ist als z.B. der bekannte Andromedanebel. Die schwachen Filamente, die aus M 82 herausragen, sind visuell nicht erreichbar. M 82 hat die höchste Flächenhelligkeit aller großen Galaxien.

Fotografie

Auch die fotografische Seite verlangt vom Amateur hohen Einsatz, wenn auch die Dunkelstrukturen abgebildet werden sollen. Mindestens 500mm Brennweite sollten zum Einsatz kommen. Daneben zählt wie immer der Kontrast der Emulsion, und beim Kontrast ist der Kodak TP2415 nahezu unschlagbar. Wer kürzere Brennweiten einsetzt, kann immerhin die längliche Struktur abbilden. Farbfilme lohnen sich eigentlich nur bei Brennweiten um zwei Meter. Dann sollte es möglich sein, die unterschiedlichen Sternpopulationen zu unterscheiden.

Karl Thurner


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