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Die Galaxie M81 wurde zur Jahreswende 1774/75 von
Bode von Berlin aus im Sternbild UMa entdeckt und 1781 von Messier
bestätigt. An dieser Stelle des Himmels befindet sich eine ganze Reihe von
Galaxien ähnlich unserer Lokalen Gruppe, die nach der Hauptgalaxie
M81-Gruppe genannt wird. Weitere bekannte Galaxien aus dieser Gruppe sind
M82 und NGC 3077. Da diese Ansammlung von Galaxien mit rund 12 Mio.
Lichtjahren Entfernung relativ nahe liegt, gelingt es dem Hubble Space
Teleskop, einzelne Cepheiden in M81 nachzuweisen, insgesamt sogar 32 Stück.
Aus diesem Nachweis erhoffte man sich bessere Werte für die
Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums (Hubble-Konstante) ableiten zu
können. Das erwies sich im nachhinein jedoch als weit problematischer als
zunächst angenommen. Denn M 81 ist mit seiner Gruppe noch gravitativ in das
weitere Umfeld eingebettet, wozu auch unser Lokaler Haufen zählt. Das
lokale Bewegungsmuster überdeckt die globale Expansionsbewegung noch zu
stark. Vor nicht allzulanger Zeit, nach astronomischen Begriffen, hatten
die beiden Galaxien M 81 und M 82 eine nahe Begegnung. Die größere Galaxie
M 81 wurde dadurch nicht nennenswert beeinflußt, in M 82 jedoch löste
dieser Beinahezusammenstoß eine sehr heftige, beinahe explosionsartige
Sternentstehung aus.
Visuelle Beobachtung
Mit seiner visuellen Helligkeit von 6.8 mag zählt M
81 zu den einfachsten und am leichtesten zu beobachtenden Galaxien am
Nordhimmel. Es gibt sogar eine Reihe von Beobachtern, die die Galaxie unter
exzellenten Bedingungen mit dem freien Auge gesehen haben, darunter so
klanghafte Namen wie James O'Meara, Peter Collins und Brian Skiff. Damit
ist M 81 das am weitesten entfernte Objekt, das mit bloßem Auge gesehen
werden kann. Die Galaxie hat eine maximale Ausdehung von 24 x 13
Bogenminuten. Selbst in kleinen Ferngläsern sieht man schon die ovale Form
von M 81. Bei Ferngläsern mit Vergößerungen über 10fach läßt sich sogar
schon der Kern und das umgebende Halo erahnen. Da M 81 zu den Sb-Galaxien
zählt, ist die Scheibe von M81 nur schwach differenziert. Das ist auch der
Grund, warum sich der Detailreichtum bei der visuellen Beobachtung in
Grenzen hält und oft einen enttäuschenden Eindruck im Vergleich zur
nahegelegenen Galaxie M82 hinterläßt. In kleineren Teleskopen bis 8 Zoll
Öffung erkennt man nur die diffuse Scheibe und einen kleinen, stellaren
Kern. Ab 8 Zoll Öffnung hat man eine Chance mit indirektem Sehen einen
Ansatz der Spiralarme zu erkennen. Mit zunehmender Öffnung lassen sich die
schwachen Bereiche der Spiralarme weiter nach außen verfolgen und etwas
differenzierter beobachten.
Fotografie
Da die Galaxie recht groß und hell ist, kann man
auch mit sehr einfachem Equipment die Galaxie auf den Film bannen.
Allerdings bleibt bei kurzen Brennweiten M 81 praktisch strukturlos.
Reizvoll ist dennoch immer das so unterschiedliche Paar M81/M82 auf der
gleichen Aufnahme. Bei Brennweiten ab 500mm zeigen sich die Spiralarme vom
M 81 mit Struktur und bei 1000mm Brennweite hat sich M 81 zu einem
detailreichen Objekt gemausert. Ab 2m Brennweite lassen sich sogar
Einzelheiten in den feinen Spiralarmen unterscheiden. Wer solche Aufnahmen
sieht, wundert sich, daß im visuellen Bereich davon wenig übrigbleibt.