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Black-Eye Galaxie M 64

M 64Aufnahme: 42 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc

Aufsuchkarte M 64Aufsuchkarte: 135 kB

Nur rund ein Grad Ost-Nordost vom 5mag hellen Stern 35 Comae Berenices liegt die einfach zu findende Galaxie M 64 oder auch NGC 4826. Die Astronomen haben dieser Galaxie den Namen Black Eye gegeben und dieser Name spricht Bände. Ein markantes, dunkles Staubband ziert den Galaxienkörper. Die Ursache für eine so geformte Gas- und Staubwolke sehen die Astronomen in der speziellen Art und Weise der Sternentwicklung in dieser Galaxie. Die Sternentwickung hat sich offenbar in zwei großen Wellen vollzogen. Die Sterne aus der ersten Welle reicherten durch stellare Wind, Novae und Supernovae die interstellare Umgebung mit neuem Material an. Die Sternentstehung konnte nun außen beginnend mit diesem zusätzlichen Material wieder einsetzen und "frißt" sich nun als Welle durch den Galaxienkörper. Dabei hat die Dunkelwolke einen Durchmesser von rund 40.000 Lichtjahren erreicht. Die Entferung von M 64 ist recht unsicher, wird jedoch nach neueren Messungen des Hubble Space Teleskops mit 19 Millionen Lichtjahren angegeben. Messier hat diese Galaxie nicht selber endeckt, sondern J.E. Bode im Jahre 1779. Im darauffolgenden Jahr konnte Messier diese Entdeckung bestätigen.

Visuelle Beobachtung

Die visuelle Helligkeit von 8.5 mag macht M 64 zu einem einfachen Feldstecherobjekt. Der ovale Galaxienkörper hat eine Ausdehung von rund 10x5 Bogenminuten, so daß man auch mit 7facher Vergrößerung schon die leicht längliche Gestalt erkennen kann. Mit etwas höherer Vergößerung, z.B. 16fach, läßt sich sogar schon ein etwas hellerer Kern erkennen. Die Beobachtung des Dunkelbandes ist jedoch nicht so einfach und führt in Amateurkreisen zu ausgedehnten Diskussionen. Die dunkle Struktur hat die Form einer Bohne und liegt im nordöstlichen Teil des Galaxienkörpers. Hier sollte man unterscheiden zwischen indirekter und direkter Beobachtung. Klar ist, daß die direkte Beobachtung mindestens 8-10 Zoll Öffung und gute Rahmenbedingungen erfordert. Bei indirekter Sichtweise genügen erfahrenen Beobachtern auch 6 Zoll, in Ausnahmefällen auch etwas weniger. Bei größeren Öffnungen als 10 Zoll werden weitere Details sichtbar. Der Galaxienkörper zeigt sich strukturiert und nördlich des Dunkelbandes kann man dann auch das schwache Halo als Begrenzung erkennen. Da man diesen äußeren Ring erst in größeren Teleskopen sehen kann, hat man bei kleineren den kuriosen Eindruck, daß ganz im Gegensatz zur Fotografie die Gasmassen viel weiter vom Galaxienkern entfernt liegen.

Fotografie

Die visuelle Helligkeit von 8.5 mag macht M 64 zu einem einfachen Feldstecherobjekt. Der ovale Galaxienkörper hat eine Ausdehung von rund 10x5 Bogenminuten, so daß man auch mit 7facher Vergrößerung schon die leicht längliche Gestalt erkennen kann. Mit etwas höherer Vergößerung, z.B. 16fach, läßt sich sogar schon ein etwas hellerer Kern erkennen. Die Beobachtung des Dunkelbandes ist jedoch nicht so einfach und führt in Amateurkreisen zu ausgedehnten Diskussionen. Die dunkle Struktur hat die Form einer Bohne und liegt im nordöstlichen Teil des Galaxienkörpers. Hier sollte man unterscheiden zwischen indirekter und direkter Beobachtung. Klar ist, daß die direkte Beobachtung mindestens 8-10 Zoll Öffung und gute Rahmenbedingungen erfordert. Bei indirekter Sichtweise genügen erfahrenen Beobachtern auch 6 Zoll, in Ausnahmefällen auch etwas weniger. Bei größeren Öffnungen als 10 Zoll werden weitere Details sichtbar. Der Galaxienkörper zeigt sich strukturiert und nördlich des Dunkelbandes kann man dann auch das schwache Halo als Begrenzung erkennen. Da man diesen äußeren Ring erst in größeren Teleskopen sehen kann, hat man bei kleineren den kuriosen Eindruck, daß ganz im Gegensatz zur Fotografie die Gasmassen viel weiter vom Galaxienkern entfernt liegen.

Karl Thurner


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