Spiralgalaxie M 61 (NGC4303)
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Aufnahme: 79 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc |
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Übersichtskarte: 305 kB |
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Detailkarte: 264 kB |
Schon etwas südlich des zentralen Gebietes
des Virgohaufens findet man die große Spiralgalaxie M 61. Die
Entdeckung wird Barnabus Oriani angerechnet. Am 5. Mai 1779 fand er
die Galaxie bei der Verfolgung eines Kometen. Am gleichen Tag hat
auch Messier bei M 61 vorbeigesehen, hielt allerdings die Galaxie für
den Kometen und bemerkte seinen Fehler erst ein paar Tage später.
Unsere eigene Milchstraße dürfte von M 61 aus betrachtet ein ziemlich
ähnliches Bild abliefern wie wir von M 61 haben. Auch unsere
Milchstraße ist von M 61 aus "face on" zu sehen, hat rund 100.000
Lichtjahre Durchmesser und besitzt eine ähnliche absolute Helligkeit.
Die Entfernung von M 61 wird mit rund 60 Millionen Lichtjahren
angegeben. Inzwischen sind auch vier Supernovae in M61 beobachtet
worden.
Visuelle Beobachtung
M 61 ist zwar die südlichste der
Messier-Galaxien im Virgohaufen, liegt aber in einem der am
dichtesten mit Galaxien bevölkerten Ecken am Himmel. Die visuelle
Helligkeit beträgt 9.6mag. Damit ist M 61 auch mit einem 10x50
Feldstecher problemlos zu finden, jedoch sollte man nicht mehr
erwarten als ein winziges kleines Scheibchen. Der scheinbare
Durchmesser beträgt nur 6.5 mal 5.8 Bogenminuten. Dafür ist die
Flächenhelligkeit dieser Galaxie nicht so klein wie bei vielen
anderen face on-Galaxien. Selbst in keineren Teleskopen lassen sich
Details in der Galaxienscheibe beobachten. Man sollte nur den Mut
aufbringen, die Verößerung bis zum sinnvollen Maximum auszureizen. In
Vierzöllern erkennt man immerhin schon einen sternförmigen Kern mit
einem Nord-Süd ausgerichteten Balken umgeben von einem schwachen
Halo. Mit 8 Zoll Öffnung lösen sich aus dem diffusen Halo die
Spiralarme. Durch die seltsame Form der Spiralarme hat man den
Eindruck, ein Fünfeck vor sich zu haben. In noch größeren Teleskopen
zeigt sich M 61 stark durchstrukturiert und selbst die Spiralarme
weisen unterschiedliche Helligkeiten auf.
Fotografie
In den sternleeren Gebieten der Sternbildes
Virgo ist es immer etwas undankbar mit kurzer Brennweite auf
Galaxienjagd zu gehen. Mit einem feinkörnigen Film und 500mm
Brennweite gelingt es jedenfalls schon recht gut, Einzelheiten der
Spiralarme abzulichten. Farbfilme lohnen sich nur für die Profis
unter den Sternfreunden mit Brennweiten ab 2000mm, ansonsten sollte
man wenn möglich zur CCD-Kamera greifen.
Karl Thurner / Stefan Schuchhardt
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