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Kugelsternhaufen M 53 (NGC 5024)

M 53 Aufnahme: 117 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: M 53 Aufsuchkarte: 139kB

Ein selten genannter Entdecker in Messiers Liste ist Johann Elert Bode. Er fand den Kugelsternhaufen 1775 von Berlin aus als ziemlich schwaches und rundes Nebelfleckchen. Unabhängig davon entdeckte zwei Jahre später auch Messier den Kugelsternhaufen, erkannte aber ebensowenig dessen wahre Natur. Das gelang erst William Herschel mit seinem wesentlich leistungsfähigeren Teleskop. M 53 liegt ziemlich weit außerhalb im Halo der Milchstraße. Die Entfernung beträgt rund 60.000 Lichtjahre sowohl vom galaktischen Zentrum als auch von unserem Sonnensystem. Das erklärt auch die hohe galaktische Breite, auf der man M 53 finden kann. Dabei nähert sich der Kugelsternhaufen mit der relativ hohen Geschwindigkeit von rund 100 km/s unserem Sonnensystem. M 53 zählt zu den metallärmsten Kugelsternhaufen und enthält 47 RR Lyrae Veränderliche.

Visuelle Beobachtung

M 53 ist recht einfach neben dem Stern Alpha Coma Berenices zu finden. Seine visuelle Helligkeit beträgt 7.7 mag und sein scheinbarer Durchmesser 13 Bogenminuten. Zwar ist M 53 gerade nicht mit dem bloßen Auge zu sehen, dafür aber ein umso leichteres Feldstecherobjekt. Bei kleineren Vergößerungen kann M 53 leicht auch mit einem Stern verwechselt werden, aber schon ab 10-facher Vergrößerung erkennt man um den vermeintlichen Stern ein schwaches Halo. Auch in kleineren Teleskopen bis 4 Zoll Öffnung sind noch keine Einzelsterne sichtbar, da die hellsten Mitglieder nur rund 12. Größe haben. Die Helligkeitsabnahme vom hellen, sternförmigen Zentrum nach außen ist ziemlich gleichmäßig. Erst mit Öffnungen von 6 Zoll kann man den Außenbereich des Kugelsternhaufens ansatzweise auflösen. Einen richtigen Eindruck, einen Kugelsternhaufen vor dem Auge zu haben, vermitteln erst Öffnungen von 8 Zoll und mehr. Ab 12 Zoll Öffnung zerfällt dann auch der sternförmige Kern von M 53 in viele Einzelsterne und der Kugelsternhaufen entfaltet seine volle Pracht.

Wer sich noch an einem schwierigeren Objekt versuchen möchte, sollte ein Grad südwestlich von M 53 nach NGC 5053 suchen, ebenfalls ein Kugelsterhaufen. Im Gegensatz zu M 53 ist NGC 5053 ein geradezu bescheidener Haufen von Sternen, kaum konzentriert und selbst mit 8 Zoll Öffnung nur schwierig auszumachen.

Fotografie

Die große Helligkeit von M 53 macht den Kugelsternhaufen auch zu einem leichten Objekt für den Fotografen. Im Sternbild Coma Berenices gelegen wird M 53 jedoch seltener aufs Korn genommen. Selbst mit einem Standardobjektiv von 50mm Brennweite, läßt sich der Kugelsternhaufen leicht von einem Stern unterscheiden. Einzelsterne des Sternhaufens sieht man ab 300mm Brennweite, je nach Auflösungsvermögen des Fims oder des CCD-Chips.

Karl Thurner


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