Offener Sternhaufen M 46
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Kaum drei Tage nachdem Messier 1771 die
erste Edition seines Kataloges vorgestellt hatte, entdeckte er schon
sein nächstes Objekt M 46. Er beschrieb den Sternhaufen bestehend aus
sehr schwachen Sternen mit etwas Nebelanteil. Die Besonderheit an M
46 ist der scheinbar im Haufen gelegende planetarische Sternhaufen
NGC 2438. Untersuchungen allerdings zeigten, daß dieser planetarische
Nebel rund 2000 Lichtjahre näher liegt als M 46 und somit nicht
physisch zu diesem Haufen gehören kann. Mit einer ganzen Reihe
weiterer Sternhaufen liegt M 46 in der südlichen Milchstraße in guter
Gesellschaft. Nur etwa ein Grad weiter westlich z.B. liegt der helle
Sternhaufen M 47, der allerdings einen ganz anderen Charakter hat.
Visuelle Beobachtung
Auch dieser Sternhaufen kann unter sehr guten
Bedingungen mit dem bloßen Auge gefunden werden. Auf unseren
geographischen Breiten erschwert jedoch die geringe Horizonthöhe das
Unterfangen. Man könnte den Sternhaufen sonst als 6mag schwaches
Schimmern sehen. Der Sternhaufen besteht aus rund 180 Mitgliedern bis
zur 13. Größe und ist damit relativ reich bestückt. Zum Zentrum hin
zeigt M 46 eine ganz leichte Konzentration. Beeindruckend ist auch
der große Durchmesser von 20 Bogenminuten. Ein ganz kleines Fernglas
zeigt diesen Sternhaufen völlig problemlos. Mit größeren Ferngläsern
wie dem Fujinon 16x70 kann man den Sternhaufen immerhin ansatzweise
auflösen. Schon mit kleineren Refraktoren läßt sich M 46 sehr einfach
in dutzende Sterne zerlegen. In größeren Teleskopen werden naturgemäß
immer schwächere Mitglieder sichtbar, bei sehr hohen Vergrößerung
verliert sich allerdings auch der Eindruck des Sternhaufens.
Ein besonderes Kuriosum ist der im Vordergrund gelagerte
Planetarische Nebel NGC 2438. Aus unterschiedlichsten Messungen ist
inzwischen klar geworden, daß dieser Planetarische Nebel nur zufällig
auf der selben Sichtlinie wie M 46 liegt. Die Helligkeit des Nebels
liegt bei 10.8 mag und der Durchmesser beträgt 66 Bogensekunden. Wer
diesen Nebel sehen möchte braucht allerdings schon einen 4-Zöller mit
rund 100facher Vergrößerung. Ein Nebelfilter unterstützt die
Wahrnehmung erheblich, da dadurch auch die Haufensterne in ihrer
Helligkeit reduziert werden.
Fotografie
Da dieser Sternhaufen mitten in den dichteren
Teilen der winterlichen Michstraße liegt, sollte man bei Gelegenheit
auch eine Übersichtsaufnahme der ganzen Gegend versuchen. Eine
reizvoller Anblick stellt die Abbildung mit M 47 dar, der im
Gegensatz zu M 46 aus sehr wenigen dafür aber wesentlich helleren
Sternen besteht. Bei Brennweiten ab 135mm kann man auch den
planetarischen Nebel NGC 2438 im Sterngewühl finden.
Karl Thurner
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