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Offener Sternhaufen M 46

M46 Aufnahme: 77 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: M46 Aufsuchkarte: 346kB

Kaum drei Tage nachdem Messier 1771 die erste Edition seines Kataloges vorgestellt hatte, entdeckte er schon sein nächstes Objekt M 46. Er beschrieb den Sternhaufen bestehend aus sehr schwachen Sternen mit etwas Nebelanteil. Die Besonderheit an M 46 ist der scheinbar im Haufen gelegende planetarische Sternhaufen NGC 2438. Untersuchungen allerdings zeigten, daß dieser planetarische Nebel rund 2000 Lichtjahre näher liegt als M 46 und somit nicht physisch zu diesem Haufen gehören kann. Mit einer ganzen Reihe weiterer Sternhaufen liegt M 46 in der südlichen Milchstraße in guter Gesellschaft. Nur etwa ein Grad weiter westlich z.B. liegt der helle Sternhaufen M 47, der allerdings einen ganz anderen Charakter hat.

Visuelle Beobachtung

Auch dieser Sternhaufen kann unter sehr guten Bedingungen mit dem bloßen Auge gefunden werden. Auf unseren geographischen Breiten erschwert jedoch die geringe Horizonthöhe das Unterfangen. Man könnte den Sternhaufen sonst als 6mag schwaches Schimmern sehen. Der Sternhaufen besteht aus rund 180 Mitgliedern bis zur 13. Größe und ist damit relativ reich bestückt. Zum Zentrum hin zeigt M 46 eine ganz leichte Konzentration. Beeindruckend ist auch der große Durchmesser von 20 Bogenminuten. Ein ganz kleines Fernglas zeigt diesen Sternhaufen völlig problemlos. Mit größeren Ferngläsern wie dem Fujinon 16x70 kann man den Sternhaufen immerhin ansatzweise auflösen. Schon mit kleineren Refraktoren läßt sich M 46 sehr einfach in dutzende Sterne zerlegen. In größeren Teleskopen werden naturgemäß immer schwächere Mitglieder sichtbar, bei sehr hohen Vergrößerung verliert sich allerdings auch der Eindruck des Sternhaufens. Ein besonderes Kuriosum ist der im Vordergrund gelagerte Planetarische Nebel NGC 2438. Aus unterschiedlichsten Messungen ist inzwischen klar geworden, daß dieser Planetarische Nebel nur zufällig auf der selben Sichtlinie wie M 46 liegt. Die Helligkeit des Nebels liegt bei 10.8 mag und der Durchmesser beträgt 66 Bogensekunden. Wer diesen Nebel sehen möchte braucht allerdings schon einen 4-Zöller mit rund 100facher Vergrößerung. Ein Nebelfilter unterstützt die Wahrnehmung erheblich, da dadurch auch die Haufensterne in ihrer Helligkeit reduziert werden.

Fotografie

Da dieser Sternhaufen mitten in den dichteren Teilen der winterlichen Michstraße liegt, sollte man bei Gelegenheit auch eine Übersichtsaufnahme der ganzen Gegend versuchen. Eine reizvoller Anblick stellt die Abbildung mit M 47 dar, der im Gegensatz zu M 46 aus sehr wenigen dafür aber wesentlich helleren Sternen besteht. Bei Brennweiten ab 135mm kann man auch den planetarischen Nebel NGC 2438 im Sterngewühl finden.

Karl Thurner


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