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Offener Sternhaufen M 37

M 37 Aufnahme: 117 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: M 37 Aufsuchkarte: 139kB

Die herbstliche Milchstraße ist reich an offenen Sternhaufen. Der wohl schönste in dieser Gruppe ist M 37 (NGC 2099). Schon im Jahre 1654 wurde der Sternhaufen von Giovanni Batista Hodierna gefunden. Messier sah M 37 am 2. September 1764, konnte die Einzelsterne aber nur schwer unterscheiden. Unter den hellen Sternhaufen im Fuhrmann ist M 37 nicht nur der hellste sondern auch der älteste mit 200 bis 300 Millionen Jahren. Deshalb kann er auch als einziger dieser Sternhaufen schon rote Riesen beinhalten. Wegen diesem Charakteristikum wird M 37 auch gerne mit M 11 in der Schildwolke verglichen. Die Entferung beträgt ca. 4.400 Lichtjahre.

Visuelle Beobachtung

Nur wenige Deep Sky Objekte sind mit bloßem Auge sichbar. Deshalb sollte man den Versuch auch bei M 37 wagen. Die visuelle Helligkeit wird mit 5.6 mag und der Durchmesser mit 15 Bogenminuten angegeben. Unter einem klarem Himmel und mit etwas Übung kann man ihn als kleines diffuses Fleckchen im Milchstraßenband sehen. Jeder beliebige Feldstecher zeigt den offenen Sternhaufen bereits sehr deutlich. Möchte man jedoch auch von den Einzelsternen etwas sehen, muß man in die 70mm Klasse der Feldstecher vorstoßen und am besten auch mehr als 10-fache Vergrößerung verwenden. Mit kleineren Refraktoren ist es dann natürlich kein Problem mehr, die Natur des Sternhaufen zu erkennen. Der Sternhaufen selber hat eine fast dreieckige Form mit der Spitze nach Osten. Am auffälligsten ist ein rund 9 mag heller Stern in der Mitte der Sternhaufens. Viele Beobachter erkennen die leicht orange Färbung des Sterns, manche beschreiben sie sogar als rötlich. Ein ähnliches Phänomen gibt es auch im Sternhaufen M 11, weswegen dieser Sternhaufen gerne als Vergleich herangezogen wird. In größeren Teleskopen zerfällt M 37 in immer mehr Einzelsterne. Bis 12.5 mag sind rund 150 Mitglieder sichtbar, die wahre Anzahl dürfte bei über 500 liegen. Je nach Vorstellungs- und Assoziationsvermögen sehen einzelne Beobachter dunkle Stellen und Bänder, die sich durch den offenen Sternhaufen ziehen. Dies sind natürlich Bereiche, in denen offensichtlich weniger Sterne vorhanden sind.

Fotografie

So einfach wie die Beobachtung gestaltet sich auch die Fotografie. Mit kurzen Brennweiten bis 135mm nimmt man am besten die ganze Region mit den umliegenden Sternhaufen M 36 und M 38 aufs Korn. Der angrenzende Fuhrmann ist auch noch reich an Gasnebeln, die man bei dieser Gelegenheit ablichten kann. Ab 100 mm Brennweite beginnt sich der Sternhaufen schon in Einzelsterne aufzulösen. Bei zu langen Brennweiten und zu kleinen Bildausschnitten verliert sich dagegen die Natur des offenen Sternhaufens und es geht viel von der Ästhetik des Objektes verloren.

Karl Thurner


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