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Spiralgalaxie M33

M 33Aufnahme: 68 kB, Stefan Funk, Karl Thurner

Aufsuchkarte M 33Aufsuchkarte: 65 kB

Die sogenannte Lokale Gruppe umfaßt in einem Radius von einigen Millionen Lichtjahren zwei große Spiralgalaxien und rund zwei Dutzend Zergsysteme. Die beiden großen Spiralen sind der Andromedanebel und unsere eignen Milchstraße, die 400 bzw. 200 Mrd. Sonnenmassen aufweisen.. Der bekannteste Vertreter unter den Zwergsystemen wiederum ist M 33 mit rund 20 Mrd. Sonnenmassen. Die Sc-Galaxie ist nur ein wenig weiter entfernt als der Andromedanebel (2.35 Mio. Lichtjahre). Da wir die Galaxie fast genau von "oben" sehen, haben wir einen wunderbaren Blick auf die geöffneten Spiralarme und können auch einzelne Objekte in der Galaxie im Detail studieren. Die Entdeckung von M 33 geht auf Messier aus dem Jahre 1764 zurück.

Visuelle Beobachtung

Für Deep-Sky-Beobachter ist M 33 eine echte Herausforderung und ein wahrer Leckerbissen. Wenn man jetzt allerdings vermutet, die Beobachtung lohne nur mit einem großen Teleskop, dann irrt man sich. Mir ist es z.B. nur mit großen Mühen gelungen, mit einem 8-Zoll-Coudè-Refraktor den hellsten Teil wenigstens zu erahnen. Dagegen zeigte ihn unter gleichen Himmelsbedingungen ein 16x70 Feldstecher völlig problemlos. Welchen entscheidenden Einfluß die Himmelsqualität auf das Beobachtungsergebnis hat, zeigte sich wenig später. Unter wirklich guten Bedingungen offenbarten sich mir in einem 8-Zoll-Newton verblüffend neue Details von M 33, natürlich auch der Gasnebel NGC 604. In noch größeren Teleskopen zerfällt M 33 in immer weitere Einzelheiten. Noch vier weitere Gasknoten, die man in einem 8-Zöller sehen kann, haben eigene NGC-Nummern erhalten: NGC 588, 592, 595 und 603. Mit großer Öffnung und einem UHC-Filter wird die Galaxie unsichtbar, und die Gasnebel in M33 erscheinen wie aneinandergereihte Christbaumkugeln.

Das alles ändert aber nichts daran, daß M 33 am leichtesten mit Binokularen zu sehen ist. Einzelne Beobachter haben M 33 sogar schon mit dem bloßem Auge wargenommen. Diese verblüffenden visuellen Eigenschaften hängen einfach damit zusammen, daß M 33 eine sehr geringe Flächenhelligkeit hat und mit einem halben Grad Durchmesser sehr groß ist. Die volle Pracht von M 33 kommt deswegen erst dann richtig zur Geltung, wenn der Himmel sehr dunkel ist.

Fotografie

Natürlich läßt sich der Spiralnebel auch mit kurzen Brennweiten (unter 135 mm) ablichten. Durch das große Gesichtsfeld kann man auch noch den Andromedanebel mit aufs Bild bringen. Formatfüllend wird M33 allerdings erst über 1000 mm Brennweite. Der Amateur steht dann vor der schwierigen Augabe, neben dem hellen Zentrum auch noch die lichtschwachen Ausläufer der Spiralarme abzubilden. Wie bei der visuellen Beobachtung braucht man dafür einen Himmel mit guter Durchsicht. Unter solchen Voraussetzungen sollte man sich auch an einen Farbfilm wagen, denn M 33 zeigt ein breites Spektrum an Farbnuancen.

Karl Thurner


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