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Hantelnebel M 27

M 27Aufnahme: 47kB, Stefan Funk, Karl Thurner

Aufsuchkarte M 27Aufsuchkarte: 211 kB

Unzweifelhaft gehört der planetarische Nebel M 27 zu den spektakulärsten seiner Art. Für viele Beobachter ist er sogar der schönste planetarische Nebel überhaupt. Das liegt an seiner hohen Flächenhelligkeit und seinem relativ großen Durchmesser (8x4 Bogenminuten). Seine charakteristische Form hat ihm den Namen Hantelnebel eingetragen. Die Entdeckung wird Messier zugeschrieben, der ihn 1764 als Nebel ohne Sterne beschrieb. Interessanterweise ist sich die Literatur nicht einig über sein Entstehungsdatum. Die Werte schwanken zwischen einem Alter von 3.000 bis 48.000 Jahren.

Visuelle Beobachtung

Die Beobachtung des Hantelnebels ist viel einfacher, als man sich zunächst vorstellen mag. In einem Fernglas erscheint M 27 wie ein Stern der Helligkeit 7.6 mag. Diese Helligkeit ist aber praktisch jedem Fernglas zugänglich. Nur muß man sich die Mühe machen, das richtige Sternchen zu identifizieren. Aber schon in einem Fujinon 7x50 erkennt man M 27 als flächiges Objekt und ab 10-facher Vergrößerung nimmt man schon Unterschiede in der Helligkeitsverteilung war. Damit dürfte klar sein, daß es bei der Beobachtung von M 27 nicht auf eine große Optik ankommt. Eine weitere Besonderheit entsteht durch die sternreiche Umgebung. Sie vermittelt den Eindruck einer Dreidimensionalität. Einige Amateure berichten selbst bei kleinen Teleskopen schon von einem zarten Grünschimmer. Die typische Hantelform offenbart sich allerdings erst in einem 6-Zöller deutlich. Dagegen läßt sich der Zentralstern kaum beobachten. Es ist weniger seine geringe Helligkeit von 12 mag, die ihn so schwierig macht, sondern der geringe Kontrast zu dem leuchtenden Nebelhintergrund.

Fotografie

Für die Fotografie gilt ganz ähnliches wie für die visuelle Beobachtung. Abgebildet wird der planetarische Nebel praktisch mit jeder Optik und es sind auch keine langen Belichtungszeiten erforderlich. Bei sehr kleinen Brennweiten läßt sich M 27 durch seine charakteristische Farbe von einem Stern unterscheiden. Auf handelsüblichem Colormaterial bildet sich der planetarische Nebel meist mit deutlichem Rotstich ab, im Unterschied zu der visuellen Beobachtung. Das liegt daran, daß das Auge im grünen Spektralbereich viel empfindlicher ist und sich dieser Bereich bei Nachtadaption sogar noch zu den kürzeren Wellenlängen (blau) verschiebt. Die meiste Strahlung gibt der Nebel jedoch im roten Bereich ab und diese wird auch von einem Farbfilm registriert. Eine lohnende Aufgabe für den Amateur mit fortgeschrittener Ausstattung (über 1000 mm Brennweite) ist es, auch andere Farbnuancen auf den Film zu bannen. Bei geeigneter Filmwahl (z.B. Kodak Ektapress 400 ASA) zeigt sich M 27 richtig bunt, was auf den vielen Amateuraufnahmen leider viel zu selten zu sehen ist.

Karl Thurner


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