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Offener Sternhaufen M 23

M 23 Aufnahme: 117 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc
Aufsuchkarte: M 23 Aufsuchkarte: 139kB

An jeder anderen Stelle im Himmel würde der imposante Offene Sternhaufen M 23 viel mehr Aufmerksamkeit erregen. So aber steht er mitten in den dichten Sternwolken der südlichen Milchstraße umgeben von vielen Highlights. M 23 zählt zu den wenigen Objekten, die Messier tatsächlich selbst entdeckt hat. Er fand den Offenen Sternhaufen im Juni des Jahres 1764. Die Entfernung des Sternhaufens beträgt 2.100 Lichtjahre und das Alter wird auf knapp 300 Millionen Jahre geschätzt.

Visuelle Beobachtung

Objekte in der südlichen Milchstraße müssen sich von Mitteleuropa aus immer durch eine mehr oder weniger große Dunstschicht kämpfen. So geht viel von der Brillianz verloren. Offene Sternhaufen leiden darunter nicht so sehr wie Gasnebel. Trotz der prominenten Nachbarschaft von Objekten wie M17 und M8 sollte man also auch bei M23 vorbeischauen. Seine rund 140 Mitglieder verteilen sich auf einer Fläche mit 30 Bogenminuten Durchmesser. Das entspricht der Fläche des Vollmonds. Die Gesamthelligkeit des Haufens beträgt 5.5 mag und liegt damit im Bereich des unbewaffneten Auges. Von unseren geographischen Breiten aus besteht allerdings wenig Aussicht auf Erfolg, den Offenen Sternhaufen mit dem bloßen Auge zu sehen. Ein Feldstecher ist jedoch das ideale Beobachtungsinstrument. Bei kleiner bis mittlerer Vergrößerung geht der Charakter des Sternhaufens nicht verloren. Der hellste Stern im Haufen hat 9.2mag. Daneben gibt es noch 9 weitere Sterne, die heller als 10mag sind. Der lockere Zusammenhalt der Sterne läßt breiten Interpretationsspielraum, mit welcher Figur man die Sternkonstellation vergleichen möchte. Die bekannteste Assoziation ist vielleicht noch die mit einer fliegenden Fledermaus.

Fotografie

Auch hier bietet sich wieder an, das Objekt mit großen Gesichtsfeldern in einen ästhetischen Rahmen zu setzen. Sogar mit 50mm Brennweite läßt sich der Sternhaufen problemlos auflösen. Eine feststehende Kamera mit einem empfindlichen Film und 30 Sekunden reichen dazu völlig aus.

Karl Thurner


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