Offener Sternhaufen M 23
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An jeder anderen Stelle im Himmel würde der
imposante Offene Sternhaufen M 23 viel mehr Aufmerksamkeit erregen. So
aber steht er mitten in den dichten Sternwolken der südlichen
Milchstraße umgeben von vielen Highlights. M 23 zählt zu den wenigen
Objekten, die Messier tatsächlich selbst entdeckt hat. Er fand den
Offenen Sternhaufen im Juni des Jahres 1764. Die Entfernung des
Sternhaufens beträgt 2.100 Lichtjahre und das Alter wird auf knapp 300
Millionen Jahre geschätzt.
Visuelle Beobachtung
Objekte in der südlichen Milchstraße müssen sich
von Mitteleuropa aus immer durch eine mehr oder weniger große
Dunstschicht kämpfen. So geht viel von der Brillianz verloren. Offene
Sternhaufen leiden darunter nicht so sehr wie Gasnebel. Trotz der
prominenten Nachbarschaft von Objekten wie M17 und M8 sollte man also
auch bei M23 vorbeischauen. Seine rund 140 Mitglieder verteilen sich
auf einer Fläche mit 30 Bogenminuten Durchmesser. Das entspricht der
Fläche des Vollmonds. Die Gesamthelligkeit des Haufens beträgt 5.5 mag
und liegt damit im Bereich des unbewaffneten Auges. Von unseren
geographischen Breiten aus besteht allerdings wenig Aussicht auf
Erfolg, den Offenen Sternhaufen mit dem bloßen Auge zu sehen. Ein
Feldstecher ist jedoch das ideale Beobachtungsinstrument. Bei kleiner
bis mittlerer Vergrößerung geht der Charakter des Sternhaufens nicht
verloren. Der hellste Stern im Haufen hat 9.2mag. Daneben gibt es noch
9 weitere Sterne, die heller als 10mag sind. Der lockere Zusammenhalt
der Sterne läßt breiten Interpretationsspielraum, mit welcher Figur man
die Sternkonstellation vergleichen möchte. Die bekannteste Assoziation
ist vielleicht noch die mit einer fliegenden Fledermaus.
Fotografie
Auch hier bietet sich wieder an, das Objekt mit
großen Gesichtsfeldern in einen ästhetischen Rahmen zu setzen. Sogar
mit 50mm Brennweite läßt sich der Sternhaufen problemlos auflösen. Eine
feststehende Kamera mit einem empfindlichen Film und 30 Sekunden
reichen dazu völlig aus.
Karl Thurner
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