![]() |
In den südlicheren Gefilden des Sternbilds Jungfrau, findet man die einzeln stehende helle Galaxie M104. Entdeckt wurde sie 1781 von Méchain. Drei Jahre später wurde sie von Messier in seinen Katalog aufgenommen. Die Galaxie hat eine visuelle Helligkeit von 8.1 mag und ist damit sogar das hellste Mitglied des Virgo-Galaxienhaufens. Die scheinbare Ausdehnung beträgt 7 x 2.5 Bogenminuten. Die 40 Mio. Lichtjahre entfernte Galaxie ist mit 1.300 Milliarden Sonnenmassen eines der massereichsten Messierobjekte, und fast 10 mal schwerer als unsere eigene Milchstraße.
M 104 hat eine Deklination von nur -11 Grad. Deshalb steigt sie in unseren geographischen Breiten nicht sehr hoch über den Horizont und man sollte die Beobachtungszeit nahe der Kulmination einplanen. Schon in kleinen Feldstechern kann man M 104 als elongierten Fleck sehen. Die Zweiteilung läßt sich allerdings erst ab einem 16x70 erahnen (dunkler Himmel, Stativ!). Bei noch größeren Binokularen können eigentlich nur noch die schlechten Sichtbedingugen (Dunst, Horizontlage) den Beobachtungsgenuß stören. Ebenso läßt sich M 104 schon mit einem vierzölligen Teleskop sehr gut beobachten. Um mehr als nur eine Andeutung einer Zweiteilung zusehen, braucht man allerdings mindestens ein Teleskop mit 6 Zoll Öffnung. Dagegen wirkt das Staubband mit einem 8-Zöller schon recht deutlich. Bei größeren Öffnungen wird das Staubband immer kontrastreicher und kann auch immer weiter nach außen verfolgt werden.
Karl Thurner
![]() |
![]() |
![]() |