Spiralgalaxie M 100
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Aufnahme: 54 kB, Copyright (c) 1993, Association of Universities for Research in Astronomy, Inc |
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Aufsuchkarte: 138 kB |
Die Spiralgalaxie M 100 (NGC 4321) war eines der
ersten Objekte, die das 1993 reparierte Hubble Space Teleskop unter die
Lupe genommen hat. Interessant war die Frage, ob das HST in M 100 noch
Cepheiden nachweisen kann. Mit Hilfe dieser Cepheiden wollte man die
Entfernung des Virgohaufens bestimmen, in dem M 100 liegt. Die Astronomen
entdeckten schließlich 20 Cepheiden und konnten eine Entfernung von 56
Millionen Lichtjahren ableiten. Damit ist unser Universum mit einem Schlag
um rund 25% größer geworden. Die älteren Messungen ergaben einen Wert von
nur 41 Millionen Lichtjahren. Von der Größe und der Struktur ist M 100 mit
unserer eigenen Milchstraße vergleichbar. Unsymmetrien in den helleren
Bereichen der Spiralgalaxie lassen jedoch vermuten, daß M 100 in der
Vergangenheit eine Begegnung mit einer anderen Galaxie hatte und daß
Gezeitenkräfte die Deformation verursacht haben. Die Spiralgalaxie wurde im
März 1781 von Méchain entdeckt und einen Monat später von Messier
bestätigt.
Visuelle Beobachtung
Unter den Messierobjekten zählt die Spiralgalaxie M
100 schon zu den schwierigeren Kandidaten. Auch Messier hatte mit M 100
schon seine liebe Mühe und beschrieb die Galaxie als sehr schwierig und nur
unter optimalen Bedingungen sichtbar. Der Grund dafür ist in der geringen
Flächenhelligkeit der Galaxie zu suchen. Zwar wird die visuelle
Gesamthelligkeit mit 9.3 mag angegeben, jedoch verteilt sich dieses Licht
auf die relativ große Fläche von 7.4x6.3 Bogenminuten. M 100 ist eine
Sc-Galaxie, die wir fast senkrecht von oben sehen (face on). Für den
Feldstecher ist M 100 eine echte Herausforderung. Unter 10 facher
Vergrößerung und 50mm Öffnung hat man praktisch kaum eine Chance. In einem
10 x 70 sieht man nur einen kleinen, blassen Nebelfleck. Ab 20-facher
Vergrößerung wird das kleine Fleckchen zur blassen Scheibe. Kleine
Refrakroren bis 4 Zoll zeigen von M 100 einen sehr kleinen, fast stellaren
Kern mit einem umliegenden, schwach erkennbaren Halo. Etwas mehr Struktur
bekommt M 100 erst ab 8 Zoll Öffnung. Das Halo bekommt eine leicht ovale
Form und nahe des Kerns lassen sich Helligkeitsunterschiede erkennen.
Seinen Spiralstruktur entfaltet M 100 allerdings erst über 12 Zoll Öffnung.
Fotografie
Auch fotografisch zählt M 100 zu den
anspruchvolleren Objekten. Mit Hilfe der CCD-Technik lassen sich auch mit
kürzeren Brennweiten schon erstaunlich viele Details herausholen. Auf
Aufnahmen bis 300 mm Brennweite bekommt man nur ein kleines Oval zu sehen.
Ab 500mm Brennweite zeichnen sich schon ansatzweise die Spiralarme ab. Auf
guten Amateuraufnahmen um 1000mm Brennweite zeigen sich die Spiralarme
schon deutlich abgesetzt um den Kern windend. Die Farbfotografie bleibt den
Profis vorbehalten und zeigt bei M 100 auch keine große Differenzierung.
Karl Thurner
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