Intercon Spacetec

SLR-Kamera am Takahashi Epsilon 160

Die Pixelgröße der Chips in modernen Spiegelreflexkameras werden tendentiell immer kleiner. Dadurch wird zwar die Empfindlichkeit und die Dynamik des Chips auch geringer, aber wenn man eine hochauflösende Optik besitzt und genügend Geduld für die Belichtung, kann man mit kurzbrennweitigen Optiken zu Resultaten gelangen, wie sie selbst mit langbrennweitigen Optiken auf Film nicht möglich waren. Untenstehendes Bild wurde mit einer Fuji FinePix S2 Pro an einem Takahashi Epsilon 160 (f=530mm, f/3.3) gewonnen. Insgesamt wurden rund 40 Aufnahmen a drei Minuten addiert, dies über mehrere Tage verteilt. Da ich auf eine exakte Ausrichtung der Einzelbilder zunächst keinen Wert gelegt habe, sieht man um das Bild einen dunkleren Rand dort, wo sich die Bilder nicht überlappt haben. Der Aufwand für die digitale Nachbearbeitung ist verständlicherweise gigantisch und Faktoren größer als die Zeit für die eigentliche Aufnahme. In der Orginalauflösung bringt es das Bild auf rund 4000x3000 Pixel und wurde für diese Zwecke auf 1/4 verkleinert.

Takahashi Epsilon 160, f=530mm, f/3.3, 40 Aufnahmen a 3 Minuten; (250kB);

Aufnahmen Karl Thurner

Kleines Mosaik der Milchstrasse

Moderne Bildbearbeitung kann auch schon etwas angegrauten Bildern zu neuem Glanz verhelfen. Die Bilder zu nebenstehendem Mosaik entstanden 1993 in Namibia auf herkömmlichem Farbnegativfilm. Als Aufnahmeoptik diente ein einfaches 50mm f/1.8 Teleobjektiv, das zur Verbesserung der Bildqualität auf f/2.8 abgeblendet worden ist. Wichtigster Garant für den hohen Kontrast der Bilder war natürlich der namibische Himmel und die Tatsache, daß dort der zentrale Teil der Milchstraße durch den Zenit läuft. Die Arbeit am Computer bestand zunächst darin, die Bilder halbwegs konsistent zusammenzufügen, denn die kurze Brennweite der Aufnahmeoptik bewirkt schon ziemlich große Verzerrungen an den Bildfeldrändern. Wer genau hinsieht, wird die "Klebestellen" auch noch sehen. Der schwierigste Teil jedoch war die einigermaßen konsistente farbliche Abstimmung der einzelnen Aufnahmen, denn ursprünglich waren die Aufnahme für so einen Zweck gar nicht vorgesehen. Ganz rechts unten kann man erkennen, daß eine Ecke des Bildes abgeschnitten ist. Diese Aufnahme ist so tief am Horizont entstanden, daß ein Stück des Gesichtsfeldes durch ein Gebüsch begrenzt worden ist. Der sehr helle Klecks im linken, unteren Bereich ist Jupiter, der damals im Schützen zu finden war. Das Mosaik in der Vollauflösung hat übrigens 11500x6400 Pixel.

Mosaik: 1441x805 Pixel, 220kB.

Aufnahmen: Stefan Funk, Karl Thurner; digitale Nachbearbeitung: Karl Thurner


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